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Sportarten: Nordic Walking

Die richtige Technik beim Nordic Walking oder wie Sie richtig „stöckeln“

 

Frau mit Nordic Walking Stöcken
Abb.: Mit der richtigen Ausrüstung macht Nordic Walking noch mehr Spass.

Beim Nordic Walken nutzt man den physiologischen, diagonalen Bewegungsablauf des Gehens durch den bewussten Stockeinsatz. Die Technik ist sehr leicht zu erlernen – Einsteiger müssen aber trotzdem einige Grundregeln beachten:

  • Die Schultern entspannt und locker lassen
  • Oberkörper sowie Hüfte schwingen natürlich
  • Stöcke nahe am Körper führen
  • Die Füße zeigen immer nach vorne
  • Ein Bein ist immer am Boden
  • Hände leicht öffnen, um die Stöcke nach vorne schwingen zu lassen
  • Abdruck mit den Zehen und Bewegung der Hüfte nach vorne
  • Der Stock setzt immer mit der gegenüberliegenden Ferse auf
  • Am Bewegungsende wird der Stock diagonal zurückgeführt

Fortgeschrittene können spielend durch stärkeren Einsatz der Arm- und Oberkörpermuskulatur das Walking-Tempo erhöhen oder die Intensität steigern. Bauen Sie in Ihre Einheit verschiedene Varianten wie Trippelschritte, große Schritte, parallelen

Stockeinsatz oder Sprungphasen ein, um mehr Spaß und Abwechslung zu erleben.

So sind Sie optimal ausgerüstet: Stöcke, Schuhe und Kleidung

Wer bei den Stöcken keine böse Überraschung erleben möchte, setzt auf Carbon und Glasfasern. Der Vorteil gegenüber Aluminium liegt nämlich nicht nur im geringeren Gewicht, sondern auch in der besseren Vibrationsdämpfung.

Die individuell passende Stocklänge erhalten Sie mit der Faustformel Körpergröße in cm mal 0,66. Grundsätzlich sollten Ober- und Unterarm im Stehen einen Winkel von 90 Grad bilden. Anfänger erlernen die korrekte Armführung einfacher mit einem kürzeren Stock – Fortgeschrittene wählen einen zwei bis drei Zentimeter längeren Stock, um die Intensität zu erhöhen.

Experten empfehlen Schuhe mit einem Dämpfungssystem, das Fersen- und Vorfußkammer durch dünne Kanäle verbindet. So wird beim Aufsetzen der Ferse die Luft durch die Kanäle in das vordere Element gepresst. Beim Verlagern des Gewichts nach vorne wird die Luft wiederum zurück ins Fersenelement gepresst und hilft so der Ferse sich gut vom Boden abzustoßen. Des Weiteren verbessern stabile Metallösen die Führung der Schnürsenkel. Außerdem sorgt eine Kombination aus Leder und Nylonmesh für optimale Durchlüftung.

Bei der Kleidung ist man mit 100% wasserabweisenden Textilien gut beraten – reflektierende Leuchtstreifen auf Jacke oder Hose sorgen für mehr Sicherheit im Dunkeln. Viele Hersteller setzen heute schon auf praktische Elemente – so wird die Jacke durch abnehmbare Ärmel zum Beispiel zur Weste oder Taschen auf der Rückseite dienen als „Getränkehalter“.

Profis sowie Breitensportler verwenden häufig Zusatzausrüstungen, um ihre Motivation zu steigern:

Pulsuhren zeigen heute nicht mehr nur die momentane Herzfrequenz an, sondern können auch das Training bezüglich Intensitätsstufen aufzeichnen oder den Trainingsfortschritt ermitteln.

Schrittzähler messen neben der Entfernung auch die Kalorien und passen aufgrund ihrer Größe bzw. Gewicht in jeden Rucksack oder jede Hosentasche.

Bei längeren Einheiten oder in unbekanntem Gelände sollten Sie ein Sport-Navi dabei haben. Dieses kann sowohl Ihre Distanz, Geschwindigkeit, Höhenmeter oder Puls anzeigen, als auch in fremder Umgebung Ihre zurückgelegte Strecke speichern, und Sie so sicher an den Ausgangspunkt zurückführen.

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