Übergewicht
Die Ursachen von Übergewicht und Adipositas
In allen Altersgruppen der deutschen Bevölkerung zeigt sich eine deutliche Verbreitung von Übergewicht und Adipositas, so dass bereits in einigen Schriften von einer Adipositas-Epidemie die Rede ist.
Die Betroffenen haben häufig Probleme sich am Arbeitsplatz zu integrieren, werden benachteiligt oder diskriminiert, viele leiden stark unter ihrem Aussehen und isolieren sich von ihrer Umwelt, was sich häufig zusätzlich negativ auf das Körpergewicht auswirkt. Übergewicht bei Kindern wirkt sich oft auf die sozialen Kontakte mit Gleichaltrigen aus. Bei Jugendlichen in der Pubertät steigert sich das Problem durch soziale Isolation oft noch weiter.
Zur Entstehung der Adipositas und Übergewicht zählen die unterschiedlichsten Faktoren. Eine Modifikation der Lebensumstände in den letzten Jahren führen zu einer deutlichen Abnahme der körperlichen Aktivität in Beruf und Freizeit, wobei eine Anpassung der Ernährung nicht stattgefunden hat. Dazu kommen Erbanlagen und soziokulturelle Aspekte. Zwar haben zahlreiche Institutionen, wie die deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) den Pfunden den Kampf angesagt - doch es wird deutlich, dass ein Durchbruch bei der Adipositasprävention und Therapie bisher noch nicht erreicht werden konnte.
Um das Körpergewicht objektiv bewerten zu können, wird als Berechungsgrundlage der Body-Mass-Index, kurz BMI, verwendet. Er ergibt sich aus dem Körpergewicht in kg geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat (kg/m2). Laut Festlegung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein BMI zwischen 20,5 und 24,9 kg/m2 als Normalgewicht, ein BMI über 25 kg/m2 als Übergewicht oder Präadipositas, ein BMI von 30 kg/m2 und höher als behandlungsbedürftige Adipositas. Für die Bewertung des Körpergewichts für Kinder und Jugendliche stehen unter Einbeziehung des Alters entsprechende Perzentilenkurven zur Verfügung.