Schlank durch größere Portionen - Was hat die Wissenschaft zu Portionsgrößen zu sagen?
Wenn man unter ‚viel essen’ eine hohe Energiezufuhr versteht, dann kann man recht eindeutig feststellen, dass konzentrierte Nahrung, im Übermaß genossen und nicht durch entsprechende körperliche Betätigung ausbalanciert, auf Dauer das Gewicht in die Höhe klettern lässt.
Versteht man aber unter ‚viel essen’ eine Ernährung mit energiearmer, volumenreicher Kost, dann kann eine solche Ernährungsweise durchaus zur Gewichtsabnahme führen. Wasserreiche, kalorienarme und voluminöse Lebensmittel sind Gemüse, Obst, Algen und Pilze.
Doch Paracelsus’ Spruch „Die Dosis macht das Gift“ gilt auch hier. Denn (zu) viel zu essen weitet auf Dauern den Magen aus. Wer also sein Sättigungsgefühl ständig übergeht, weil er weiß, „dieses Essen hat wenig Kalorien, ich darf also viel davon zu mir nehmen“, geht ein Risiko ein. Denn wenn man wieder konzentriertere Nahrung wählt, läuft man leicht Gefahr, sich zu überessen.
Ein weiterer Punkt, bei dem das ‚viel hilft viel’-Prinzip ins Gegenteil umschlagen kann, ist Obst. Wer Gewichtsprobleme hat und mengenweise ach so gesundes Obst verspeist, damit aber kein Gewicht verliert oder sogar zunimmt, hat des Guten zuviel getan. Denn Obst enthält Fruchtzucker.
Dem hat man zwar lange nachgesagt, er würde kein Insulin locken, sei also besser als raffinierter Zucker, aber heute ist man da im Lichte zahlreicher Untersuchungen nicht mehr so überzeugt. Die DGE empfiehlt jedenfalls für eine gesunde Mischkost mindestens 400 Gramm Gemüse und deutlich weniger, nämlich rund 250 Gramm, Obst pro Tag.