Messmethoden
Der Body-Mass-Index (BMI) und die die Bioelektrische Impedanz-Analyse (BIA) richtig angewandt
Welche Messmethoden gibt es und welche sind zu empfehlen?
Der Body-Mass-Index (BMI)
Um das Verhältnis des Gewichts zur Körpergröße zu messen, eignet sich der recht bekannte Body-Mass-Index (BMI). Dabei wird das Gewicht (in kg) durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat dividiert. Bei einem Gewicht von 55 kg bei 1,64 m Größe rechnet man also: 55 dividiert durch (1,64x1,64) ist 20,44. Laut BMI-Tabelle liegt man damit im „idealen" Bereich. Ein BMI unter 18,5 zeigt Untergewicht an, ein BMI zwischen 18,5 und 25 Idealgewicht, zwischen 25 und 30 Übergewicht. Ab 30 bis 40 ist man als fettleibig einzustufen, ab dem Wert von 40 als sehr fettleibig. Der Nachteil bei dieser Messmethode ist, dass dabei nicht beachtet werden kann, aus wie viel Fett bzw. Muskelmasse der Körper besteht. Viele Sportler und Sportlerinnen haben aufgrund ihres ständigen Trainings schwere Muskelmasse und können durchaus einen sehr hohen BMI-Wert haben, obwohl bei ihnen schwer von Fettleibigkeit gesprochen werden kann. Dennoch ist diese Formel für Nicht-Sportler an sich ein recht zuverlässiger Maßstab, um den Körper einzuschätzen.
Den Körperfettanteil mit der Bioelektrischen Impedanz-Analyse (BIA) messen
Den Körperfettanteil wiederum kann man mithilfe einer Körperfettmessung eruieren. Bei dieser sogenannten Bioelektrischen Impedanz-Analyse (BIA) wird schwacher elektrischer Strom durch den Körper geschickt. Die Körperfettwaage oder ein anderes Körperfettmessgerät misst den Widerstand und filtert daraus den Anteil an Körperfett im gesamten Gewebe. Bei Frauen beläuft sich der normale Wert zwischen etwa 23 und 31 % Körperfett, bei Männern zwischen 13 und 21 %. Es wird allerdings davor gewarnt, diese Methode Personen mit Herzschrittmachern oder auch Schwangere anwenden zu lassen. Zudem seien die Schwankungen je nach Befinden der Person (Alkoholgenuss vom Vortag, Monatszyklus bei Frauen, volle Harnblase, veränderte Hautoberfläche durch Schweiß oder Cremes, etc.) recht hoch. Man sollte daher nicht die angezeigten Prozentzahlen an sich ernst nehmen. Viel aussagekräftiger ist das langfristige Beobachten - und mit einer Diät bzw. vermehrten Trainingsübungen einhergehende - Sinken dieser Körperfettergebnisse.
Einfach und ungenau: Der Broca-Index
Eine weitere recht einfache Methode, sein Normalgewicht zu berechnen ist bzw. war die Methode des französischen Chirurgen Paul Broca (1824-1880). Man berechnet bei besagtem Broca-Index einfach die Körpergröße in cm minus 100. Das Normalgewicht eines 164 cm großen Menschen sollte also 64 kg betragen. Dieser Formel wird heutzutage allerdings kaum mehr Beachtung geschenkt. Dem BMI zufolge wäre man - wenn man dem weiblichen Geschlecht angehört - bei diesem Wert bald schon an der Grenze zum Übergewicht. Außerdem konnte der Broca-Index weder bei kleineren noch bei übermäßig großen Personen wertvolle Ergebnisse liefern.