Crash Diät - Sinnvoll oder Unsinn?
K.O.-Grund Nr. 2 für die Crashdiät: Muskelschwund
Nicht nur der gedrosselte Stoffwechsel sorgt für geringeren Energieverbrauch. Bei einer Crashdiät greift der Körper zunächst zur Energiegewinnung auf das körpereigene Eiweiß der Muskeln zu. Es wird also Muskelmasse abgebaut.
Doch die Muskeln sind unser eigentlicher Fettverbrennungsmotor: Muskelzellen benötigen wesentlich mehr Energie als Fettzellen. Wenn die Zahl der Muskelzellen also sinkt, sinkt damit die Zahl der kleinen Verbrennungsmotoren...
K.O.-Grund Nr. 3 für die Crashdiät: Die Psyche
Essen ist für Menschen, die mit ihrem Gewicht hadern, immer mit zahllosen anderen Themen verknüpft, die mit reiner Energiezufuhr zur Lebenserhaltung nichts zu tun haben.
Essen dient als Genussmittel, Belohnung, als Tröster oder Liebesersatz, um die Langeweile oder die Angst zu bekämpfen usw.
Wer eine Blitzdiät macht, entzieht sich also diese anderen positiven Bedeutungen des Essens, ohne seine Verhaltensstrategien mit einer kalorienfreien Alternative neu auszurichten.
Doch der Mensch ist in Verhaltensdingen konservativ: Was einmal auf einfache Weise Wohlgefühl erzeugt hat, wird weitergemacht. Und Essgewohnheiten sind besonders zäh – auch das ein Überlebensprogramm der Natur.
Da Crashdiäten mit ihrer einseitigen Ernährungsweise sich von den normalen Essgewohnheiten stark unterscheiden, sind sie von vornherein zum Scheitern verurteilt. Der Körper wehrt sich mit Heißhungeranfällen gegen die Kombination aus Energie- und Nährstoffmangel.
Fazit
Wer langfristig sein Gewicht auf ein gesundes Maß reduzieren will, kommt mit Crashdiäten kaum weiter. Denn für den Abnahme-Erfolg sind wichtig:
- eine leicht kalorienreduzierte Mischkost, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt
- mehr Bewegung im Alltag, mindestens 30 Minuten pro Tag
- eine dauerhafte Verhaltensänderung, die Art und Menge der Nahrungsaufnahme genauso berücksichtigt wie den Sport und Möglichkeiten, die zu positiven Nebeneffekten des Essens auf andere Weise zu genießen