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Radikaldiät

Die Null-Diät - Gefährliches Abnehmen ohne dauerhaften Erfolg

Der völlige Verzicht auf die Aufnahme fester Nahrung über mehrere Tage oder Wochen hinweg verspricht eine rasche Gewichtabnahme, keine Frage. Bei der Null-Diät, die nur kalorienfreie Flüssigkeiten in Form von Mineralwasser und ungezuckerten Tees erlaubt,  werden sehr rasch Fettgewebe und somit überflüssige Pfunde abgebaut. Das Körpergewicht reduziert sich im zufrieden stellenden Maße, jedoch sind die gesundheitlichen Risiken leider nicht unbeachtlich.

Worauf stützt sich die Null-Diät?

Der menschliche Körper benötigt für seine täglichen Aufgaben einen gewissen Zuckerspiegel im Blut. Ist dieser aufgrund verminderter Nahrungsaufnahme zu niedrig, greift der Körper zuerst auf die Zuckerreserven, in der Folge auf die Fett- und Eiweißdepots und schlussendlich auch auf das Muskelgewebe zurück. Die Gewichtsabnahme erfolgt beim vollständigen Verzicht auf Nahrung recht schnell. Die Aufnahme von genügend Flüssigkeit in Form von Wasser und ungezuckerten Tees soll den Stoffwechsel am Laufen halten und eventuelle Giftstoffe ausschwemmen.

Vorteile der Null-Diät

Bei der Null-Diät fällt das Kalorienzählen weg, denn wer keine feste Nahrung zu sich nimmt und nur kalorienfreie Getränke trinkt, nimmt keinerlei Kalorien zu sich. Bei vielen Hungernden stellt sich im Rahmen einer Null-Diät eine gewisse Euphorie ein. Sie sprechen von einem „freieren" Kopf für verschiedenste, neue Überlegungen und Gedanken. Diese Hochstimmung ist höchstwahrscheinlich auf eine mit dem Fasten einhergehende Hormonumstellung zurück zu führen. Zudem verändert sich durch das Hungern die Einstellung zum Essen. Der Wert der Lebensmittel und der Vorgang des Essens selbst bekommen wieder einen höheren Sinn. Null-Diätler verhalten sich nach erfolgter Hungerzeit im Idealfall der Nahrungsaufnahme gegenüber bewusster und essen mit mehr Genuss. Ein weiterer Vorteil mag auch - soweit man nicht für andere Familienmitglieder kochen muss - der wegfallende Einkauf frischer Lebensmittel sein. Von der Kochersparnis ganz zu schweigen.

Ernährungswissenschaftler richten sich klar gegen die Null-Diät

Von dem radikalen Verzicht auf Nahrungsmittel im Rahmen einer Null-Diät raten Mediziner und Ernährungswissenschaftler strikt ab. Sie warnen vor einem massiven Energieabfall, der sich in Form von geschwächter Konzentration, Kopfschmerzen, Müdigkeit und allgemeiner körperlicher Schwäche zeigt. Zudem führt eine über längere Zeit hinweg durchgeführte Null-Diät zu massivem Muskelschwund, da der Körper nicht nur Fett- sondern vor allem auch Muskelgewebe abbaut. Durch diese Abnahme der Muskelmasse, die in der Regel die meiste Energie verbraucht und verbrennt, sinkt der Energiebedarf des Null-Diätlers weiter. Aufgrund der fehlenden lebenswichtigen, teils täglich zuzuführenden Nähr- und Wirkstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Eiweiß, Kohlehydrate und Ballaststoffe, erleidet der Körper einen schädlichen Nährstoffmangel, der bereits nach wenigen Tagen zu Mangelerscheinungen führen kann.

Da der Organismus bei einer derartig radikalen Hungerkur genötigt ist, körpereigenes Eiweiß abzubauen und ihm zudem die Kohlehydrate fehlen, kommt es zum Muskelabbau. Da noch dazu das Gehirn für seine tägliche Arbeit Glukose benötigt, führt der Mangel zu Konzentrationsschwäche und allgemeiner Müdigkeit. Überdies belastet eine Null-Diät Herz und Kreislauf sehr und es kann zu Haarausfall, Blutarmut, einer Immunschwäche und aufgrund des aus dem Lot geratenen Mineral- und Flüssigkeitshaushalts aber auch des erhöhten Harnsäurespiegels zur Bildung von Nieren- und Gallensteinen kommen.

Leidet man bereits an Essstörungen wie Bulimie, Magersucht oder Binge Eating (Heißhungerattacken), so ist von einer Null-Diät ohnehin abzuraten. Ebenso nicht zu empfehlen sind Null-Diäten u.a. bei Herzinfarkt- und Krebspatienten,  bei Stoffwechselkrankheiten, Diabetes mellitus (Gefahr der Unterzuckerung), Rheuma, Bluthochdruck und Gicht. Der Organismus eines Kranken benötigt all seine Energie für den Kampf gegen die Krankheit. Einen weiteren Kampf gegen den Hunger und seine kraftraubenden Begleiterscheinungen steht der geschwächte Körper nicht ohne großen Schaden zu nehmen durch. Vor allem auch sollten zudem Schwangere und Stillende, Senioren und Kinder die Finger vom Hungern lassen.

Da der Körper beim Abbau des körpereigenen Eiweißes auch Purine mit abbaut, steigt die Konzentration der Harnsäure im Blut, welcher Umstand wiederum das Auftreten von Gichtanfällen begünstigt. Das reichliche Zuführen von genügend Flüssigkeit kann beim Ausscheiden der gespeicherten Giftstoffe zwar helfen, doch bringt der erhöhte Harnsäurespiegel beträchtliche Gesundheitsrisiken mit sich. Erschwerend kommt außerdem laut Ernährungsmedizinern der Rückgang entzündungshemmender Substanzen im Blut hinzu.

Ein weiterer Effekt, der gegen die anfangs vielversprechende Null-Diät spricht, ist die Leistungsrücknahme des Stoffwechsels bei einer durch eine Null-Diät ausgelöste „Hungersnot". Er verlangsamt sich, um Energie zu sparen und schraubt dabei den täglichen Energiebedarf auf ein Minimum. Beginnt man nach der Null-Diät wieder normal zu essen, verwertet der Körper aufgrund der Stoffwechselumstellung diese Nahrung langsamer als   v o r   der Diät. Eine Gewichtszunahme ist die Folge und die meisten bringen danach mehr Gewicht auf die Waage als zuvor. Der berühmte Jo-Jo-Effekt ist eingetroffen!

Fehlender Lerneffekt bei Null-Diätlern

Neben den vielen Nachteilen, die die Null-Diät bringt, ist auch der fehlende Lerneffekt hervorzuheben. Während Menschen, die sich aufgrund ihres Abnehmwillens mit gesunder Ernährung befassen, den bewussten Umgang mit ausgewogener Ernährung kennenlernen, fehlt diese Lehre bei jemandem, der einfach nur gänzlich auf das Essen verzichtet. Eine gesunde Einstellung zur Nahrung bekommt er damit meistens nicht. Im Gegenteil: Bei den meisten Null-Diätlern stellt sich bereits nach ein paar Tagen unmäßiger Heißhunger ein, der viele schwach werden und in ihr altes Schema zurück fallen lässt.

Fazit

Da man bei der Null-Diät vor allem Wasser und Protein (angeblich bis zu 40 %) einbüßt, klingt im Gegenzug das „Proteinmodifizierte Fasten" um einiges vernünftiger. Mit dieser Methode kann man - Experten der Ernährungsmedizin zufolge - schnell und gesund abnehmen, da dem durchs Hungern verursachten Muskelabbau durch die gezielte Einnahme von Proteinen entgegen gewirkt wird. Eine langfristige Änderung der Essgewohnheiten brächte jedoch auf jeden Fall mehr als eine Null-Diät, die am Ende mehr Pfunde auf die Hüften zaubert als hätte man seine alten Lebens- und Essgewohnheiten beibehalten.

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Meinungen
Die Bedienung ist kinderleicht und die Diät Rezepte super. Danke.
Jasmina
Einfach gesund abnehmen...

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