Die kohlenhydratarme Logi-Diät beruht auf Studien und einem Ernährungskonzept von Prof. Ludwig (Harvard Universitätsklinik, Boston/USA), die der deutsche Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm mit seiner LOGI-Ernährungspyramide für den Alltag umgesetzt hat.
LOGI ist die Abkürzung für „Low Glycemic and Insulinemic Diet“ und bedeutet, dass bei dieser Ernährung die Blutzucker- und Insulinwerte auf einem konstant niedrigen Niveau bleiben, ohne größere Schwankungen (Siehe auch Glyx Diät).
Das erreicht man, indem man überwiegend Lebensmittel mit niedriger glykämischer Last (Zur Glyx Tabelle) bei hoher Nährstoffdichte isst. Die Glykämische Last ist ein Maß dafür, wie stark und schnell die in einem Lebensmittel enthaltenen Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel steigen lassen. Denn Insulin im Blut verhindert den Fettabbau.
Das Abnehmprinzip der LOGI-Diät
Hintergrund der Logi-Diät ist die Annahme, dass der Mensch über Jahrtausende gewöhnt war, sich von Kräutern, Früchten, Nüssen, Fisch und Fleisch zu ernähren und mit der kohlehydratreichen Getreidenahrung und dem Nahrungsüberangebot der vergangenen 100 bis 200 Jahre einfach überfordert ist.
Zurück zu einer „artgerechten Ernährung“ lautet das griffige Motto also, das auch dem amerikanischen Paradoxon geschuldet ist, dass bei immer fettärmerer Ernährung die allgemeine Verfettung zunimmt – dank höherer Kohlehydratzufuhr aus Weißmehlprodukten und Industriezucker.
Die Logi-Ernährung basiert auf vier Prinzipien, sie ist
eiweißreich
fettbewusst
ballaststoffreich und
kohlenhydratarm.
Was heißt das?
Üppig essenzielle Nährstoffe
Das heißt, dass die Logi-Diät dank eines üppigen Gemüse- und eines moderaten Obstanteils, hochwertiger Milch-, Fleisch- und Fischprodukte sowie bester pflanzlicher Öle zum einen dem Körper eine Vielzahl essenzieller Nährstoffe zuführt.
Der Körper leidet also keinen Mangel an lebenswichtigen Aminosäuren, Fettsäuren und Vitaminen, die er nur über die Nahrung bekommen kann.
Das bedeutet: Das Steinzeitgehirn hat keine Veranlassung, auf Sparprogramm zu schalten, uns durch Hungerattacken zur Nahrungssuche anzutreiben und jede zusätzliche Kalorie als Fett für Notzeiten einzulagern. Stattdessen verbraucht der Körper überschüssiges Fett langsam aber sicher.
Viele Sattmacher
Zusätzlich enthält diese Ernährung viele so genannte Sattmacher. Das sind Lebensmittel, die bei einem hohen Volumen und hohem Gewicht relativ wenig Energie enthalten, kurz: wasserreiches und ballaststoffreiches Gemüse, Salatsorten sowie zuckerarmes Obst wie etwa Beerenfrüchte.
Das ist wichtig, weil sowohl das Volumen als auch das Gewicht der Nahrung – unabhängig von ihrem Kaloriengehalt – zu einem befriedigenden Sättigungsgefühl beitragen.
Doch auch proteinreiche Nahrungsmittel zählen zu den Lebensmitteln, die schnell und lange sattmachen. Und auch von denen enthält die Logi-Diät reichlich. Wer aber regelmäßig satt und zufrieden ist, läuft weniger Gefahr, sich bei Tisch zu überessen und Sättigungssignale zu übergehen.