Vermehrte Eiweißaufnahme half in den 1960-iger Jahren den Astronauten, ihre Muskelmasse zu stabilisieren, sodass aufgrund der mangelnden Bewegung im luftleeren (Welt-)Raum keine zu große Reduktion ihrer Muskeln eintrat. Dass sie dabei auch an Fettgewebe abbauten und somit Gewicht verloren, bedeutete die Geburt der Eiweißdiät.
Durch die erhöhte Eiweißzufuhr und Vermeidung von Fetten und Kohlehydraten, beginnt der Körper, sich an den Kohlehydratspeichern Ersatz zu holen. Mit dem Aufbrauch dieser Speicher wird auch eine hohe Menge an Flüssigkeit mit ausgeschieden, sodass es in den ersten Tagen dieser Eiweißdiät zu einem schnellen Gewichtsverlust kommt. Danach wird es allerdings zäh. Die Vorräte an Kohlehydraten sind relativ schnell aufgebraucht und der Körper muss nun an das Körperfett heran. Flüssigkeit wird jetzt nicht mehr soviel mit ausgeschieden, sodass die Gewichtsabnahme nun langsamer vonstatten geht.
Die Ernährung bei der Eiweißdiät
Wie der Name schon sagt, ernährt man sich während der Eiweißdiät vorwiegend von eiweißhältigen Lebensmitteln wie Milch, Eier, Fleisch, Fisch und eiweißhältiger pflanzlicher Nahrung. Man kann die Nahrung zudem mit Nahrungsergänzungsmitteln in Form von proteinhältigen Tabletten oder Eiweißdrinks anreichern. Kohlehydrathältige und fettreiche Lebensmittel treten bei der Eiweißdiät völlig in den Hintergrund, sodass der Körper sich diese Nährstoffe aus dem Körper holen muss und somit an Gewicht verliert.
Ausgewogenheit der Nährstoffzufuhr
Bei der Eiweißdiät ist aufgrund der eiweißlastigen Nahrungsaufnahme eine starke Einseitigkeit gegeben, sodass man dabei nicht von Ausgewogenheit sprechen kann. Das Fehlen wichtiger Nährstoffe wie u.a. Mineralstoffe und lebensnotwendige Vitamine kann Mängel hervorrufen, die sich auf die Gesundheit auswirken.